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admin am Dienstag, 28. Mai 2013
Australien ist die zufriedenste Industrienation der Welt, ermittelte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem aktuellen better life Index. Dahinter kommen Schweden, Kanada, Norwegen, Schweiz, USA, Dänemark. Deutschland liegt auf Platz 17. Wenig Veränderung gegenüber 2012, als Deutschland auf Platz 16 lag und Australien auch schon auf Platz 1, gefolgt von Norwegen und Schweden dann den USA, Dänemark, Kanada und der Schweiz. Dass in Schweden nicht alle so zufrieden sind, zeigen die tagelangen Krawalle…
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Eine Studie zeigt, dass amerikanische Eltern ihre Kinder eher als “intelligent” beschreiben, während europäische Eltern den Fokus mehr auf “glücklich” und balanciert legen. Die kulturellen Unterschiede sind schon bei der Kindererziehung deutlich zu sehen. Glück spielt im puritanischen Amerika weniger bei der Erziehung eine Rolle als Leistungswerte wie Intelligenz. Im katholischen Europa ist man noch balancierter, etwa in Italien, wo die Eltern auf Werte wie “easy”, “well balanced” oder “simpatico” wert legen. Diese kommen bei amerikanischen Eltern nicht vor, dafür stehen dort hoch im Kurs “ask questions” und das jesushafte “rebellisch”. Die Studie wurde von Sara Harkness and Charles M. Super, University of Connecticut, erstellt.
Kinder und Jugendliche aus Deutschland sind über ihre Lebenssituation immer unglücklicher, obwohl es ihnen materiell sehr gut geht. Das ergab eine Studie des Kinderhilfswerks Unicef. Sind sie reich, aber unglücklich? Während die deutschen Kinder bei hohem Wohlstand (Platz 6) ziemlich unzufrieden (Platz 22) sind, sind die griechischen bei geringem Wohlstand (Platz 25) recht gut gelaunt (Platz 5).
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Ganz allgemein gilt: Wahlfreiheit macht zufriedener als Zwang. Aber zu viel Freiheit kann auch schaden. Ob ein Land den Besitz von Waffen sehr liberal handhabt (USA) oder restriktiv (BRD), schlägt sich in der Zahl der Opfer von Schusswaffengebrauch nieder. Beim Glücksspiel ist es nicht anders: Vor der Liberalisierung gab es nur 5.100 Menschen, die in Deutschland von Automatenspielsucht abhängig waren (2005), heute (2011) sind es 16.800. Die Zahl der Automaten stieg von 183.000 (2005) auf 265.000 (2012). Die Umsätze der Automatenaufsteller stiegen auf 4,4 Mrd Euro. Das berichtet die Hauptstelle für Suchtfragen laut aktuellem “Spiegel”.
Das Magazin der Süddeutschen Zeitung führte ein gutes Gespräch mit George Vaillant, dem Leiter der berühmten Grant-Studie, die seit 75 Jahren insgesamt 268 Harvard-Absolventen, vom Jahrgang 1910 aufwärts, kontinuierlich über ihr Lebensglück befragte: Was machen glückliche Menschen anders als andere? Ergebnis: An Reichtum gewöhnt man sich schnell. Dann wird er unbedeutend. Zum Glück gehört eine gewisse Ordnung der Umgebung und der Umstände, und dazu Menschen, die man liebt und die einen lieben. “Die wahre Glückseligkeit liegt in der echten und tiefen Bindung mit anderen Menschen.”
Facebook löst bei einem Teil seiner Nutzer negative Gefühle aus, berichtet eine Studie der Technischen Universität Darmstadt und der Humboldt-Universität. Über ein Drittel der befragten Facebook-User fühle sich während und nach der Nutzung schlecht. Sie seien einsam, müde, traurig oder frustriert. Als wesentlichen Grund sehen die Forscher den Neid auf die positiven Nachrichten der Facebook-Freunde. Die Forscher hatten knapp 600 Facebook-User in Deutschland befragt.
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Ewiges Wirtschaftswachstum macht nicht glücklich und ewiger Konsum auch nicht. Der Kapitalismus bringt keinen Wohlstandsgewinn mehr. Doch: Wie viel braucht der Mensch und was ist ein gutes Leben? Das “Zeit” Dossier geht diesen Fragen nach. Anlaß ist das Buch “Wie viel ist genug? Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens” des Keynes-Spezialisten Robert Skidelsky und seines Sohnes, dem Philosophieprofessor Edward Skidelsky.
Gewinnen und doch derselbe bleiben, das wünschen sich Lottogewinner: Bengt Larsson untersuchte 2011 im American Journal of Economics and Sociology 420 schwedische Lottogewinner im Hinblick darauf, wie sich ihr Glück durch das Geld veränderte. Die meisten haben Angst, dass sie ihre Identität verändern und sie nicht mehr die sein würden, der sie vor dem Gewinn waren. Alle hoben ihr Konsumniveau an. Problematisch war das nur insofern sich dadurch die sozialen Beziehungen veränderten. Wer in die Villengegend umzieht, kann die alten Nachbarschaftskontakte kaum halten, auch alte Freundschaften sind schwerer pflegbar. Wer sich die Gewinnsumme auf einmal auszahlen lässt, konsumiert (und spart) größere Summen, während die Dauerrentenempfänger kontinuierlicher konsumieren: Die einen kontrollierten ihren Gewinn mehr, die anderen verbrauchten ihre Dauerente „gedankenloser“, aber mit weniger Gefahr, dabei ihre Identität zu ändern oder unglücklich zu werden. (Becoming a Winner But Staying the Same: Identities and Consumption of Lottery Winners)
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Die Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität des Deutschen Bundestages will in ihrem Abschlussbericht einen Wohlstandsindex vorschlagen, berichtet heute die Welt. Zehn Indikatoren sollen die Lebensqualität abbilden. Dazu gehören Artenvielfalt, die gefühlte Freiheit, Lebenserwartung, die Einkommensverteilung – aber auch das Bruttoinlandsprodukt. Materielle, soziale und ökologische Indikatoren ergeben ein Gesamtbild. Die Vorsitzende der Enquete-Kommission, Daniela Kolbe (SPD), ist “optimistisch, dass wir im Jahr 2014 neben dem Jahreswirtschaftsbericht auch einen Jahreswohlstandsbericht” haben werden.
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